Unterstuetzung der Jugendarbeit im Apostolischen Vikariat Soddo in Aethiopien
Bischof Rodrigo Mejía Saldarriaga steht vor großen Herausforderungen: Das Apostolische Vikariat Soddo wurde erst im Januar 2010 errichtet. Auf seinem Gebiet, das mit 46.786 Quadratkilometern Fläche größer ist als die Schweiz oder die Niederlande, leben 4,8 Mio.
Menschen. Die Bevölkerung gehört sechzehn verschiedenen Stämmen an, von denen jeder seine eigene Sprache spricht. Viele von ihnen haben bislang den Kontakt mit der Zivilisation abgelehnt. Der Bau der Panafrikana-Straße, die Kairo mit Kapstadt verbinden soll und durch Südäthiopien führt, hat vieles verändert. Die Stammesangehörigen können es nun nicht mehr vermeiden, mit der „modernen Welt“ in Verbindung zu kommen, und sie haben die Katholische Kirche gebeten, ihnen dabei zu helfen, einen Weg in die Zukunft zu finden. Der Staat möchte hier mehr Arbeitsplätze schaffen, aber die Menschen müssen auf eine neue Lebensweise vorbereitet werden.
128.000 der Einwohner des Vikariates sind katholisch. Mehr als die Hälfte ist zwischen 15 und 35 Jahren alt, die meisten davon sind sogar jünger als 25 Jahre. Es ist also
besonders wichtig, dass die Kirche etwas für die Jugend tut, denn gerade die Jugendlichen sind die Zukunft nicht nur der Kirche, sondern auch der ganzen Region. Eine entwurzelte Jugend verliert schnell den Boden unter den Füßen. Schon jetzt ist zu beobachten, dass sich beispielsweise AIDS ausbreitet. Auch Sekten versuchen, die Menschen mit falschen Versprechungen für sich zu gewinnen. Ein solides religiöses und menschliches Fundament ist der Garant dafür, dass es eine gesunde Gesellschaft und stabile Familien geben wird. Das Apostolische Vikariat besteht aus drei Regionen. Für jede dieser Regionen gibt es zwei Jugendbeauftragte. Bibelkurse, praktische Lebenskunde auf der Grundlage der christlichen Werte, gemeinsame Feiern und sinnvolle Freizeitaktivitäten – alles das möchte die Kirche hier anbieten, aber hat ohne die Hilfe von „Kirche in Not“ keine Möglichkeit dazu. Damit die gute Jugendarbeit nicht am Geld scheitert, haben wir für 2011 wieder 7.500 Euro gegeben und wollen auch die Veranstaltungen im nächsten Jahr wieder unterstützen.
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