Zwei neue Kapellen für die Prälatur Juli in Peru
Anblick und Ausmaße sind überwältigend: Der Titicaca-See auf dem Altoplano, der Hochebene der Anden, ist 194 Kilometern lang und 65 breit. Er liegt auf 3.800 Meter Höhe im Osten Perus
an der Grenze zu Bolivien. Die maximale Tiefe beträgt 281 Meter. Ans östliche Ufer dieses gigantischen Gewässers grenzt die katholische Prälatur Juli. Fast 90 Prozent der 450.000 Menschen, die hier leben, sind Katholiken. Für die Seelsorge stehen gegenwärtig aber nur 12 Priester zur Verfügung. Für die zwar schöne, aber auch karge, arme und wenig erschlossene Region, ist das nicht sonderlich viel.
So betreut beispielsweise Pfarrer Clemente Ortega Obregón von der Pfarrei San Pedro de Juli 110 kleine Dörfer und Ansiedlungen in bis zu 4.000 Meter Höhe. Insgesamt gehören zu San Pedro de Juli elf kleine Kirchen und Kapellen. Wo kein Gotteshaus zur Verfügung steht, weicht der Priester für den sonntäglichen Gottesdienst in Schulen aus. In manchen Gegenden ist aber selbst das nicht möglich. Dann finden die Messen auch im Freien statt.
Doch das ist noch nicht alles: Neun der elf Kapellen sind aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse renovierungsbedürftig. Zudem will der Pfarrer weitere kleine Kirchen bauen lassen. Zwei konnten bereits fertig gestellt werden. Jedes Jahr sollen nun zwei weitere hinzukommen und eine der bestehenden Kapellen renoviert werden. Die Einheimischen, zumeist Aymara, haben ihm ihre Unterstützung zugesagt. „Ihnen ist es wichtig, eine eigene Kirche zu haben“, betont Pfarrer Clemente.
Den Großteil der Arbeiten wollen die Gläubigen selbst leisten und soweit möglich einen Teil der Baumaterialien stellen. Die finanziellen Ressourcen sind allerdings gering. Die Pfarrei ist folglich auf Hilfe von außen angewiesen. Pfarrer Clemente hat das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ um Unterstützung gebeten. Für 2011 wird Zuschuss von 8.200 Dollar gewährt.
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